Post Merger Integration Finance/Controlling

Bedingt durch ein dynamisches, globalisiertes Umfeld haben Unternehmen zunehmend mit den Auswirkungen von Strukturbrüchen zu kämpfen. Hierunter verstehen wir Unternehmenszukäufe (Mergers & Aquisitions), die Abspaltung von unternehmerischen Teilbereichen oder make-or-buy-Entscheidungen. Jede dieser strategischen Entscheidungen hat weit reichende Konsequenzen für das strategische und operative Controlling des Unternehmens. Folgende Schwerpunkte sind hervorzuheben:

  • Methodenintegration
  • Integration der IT-Systeme
  • Berücksichtigung der Mentalitäten
  • Rechtliche Bestimmungen
  • Unterschiedliche Controllingansätze
  • Neue Geschäftsfelder

Draxinger & Lentz unterstützt Sie bei der Post Merger Integration Finanzen und Controlling mit einem Roll-Out-Ansatz. Basierend auf dem Draxinger & Lentz - Vorgehensmodell werden folgende Phasen durchlaufen:

Phase 1: Festlegung der Strategie

Zunächst werden ausgehend von der Unternehmensstrategie gemeinsam mit dem Management die wichtigsten Unternehmenssteuerungsparameter definiert. Beispielhaft sind folgende Entscheidungen zu nennen:

  • Vollständige Integration oder lediglich Einbeziehung der weitgehend autarken Unternehmen in den Konsolidierungskreis
  • Nutzung eines gruppenweit einheitlichen Kontenplans oder getrennte Kontenpläne;
  • Festlegung, ob es notwendig ist, dass bei einer vertikalen Integration für Endprodukte bis auf die tatsächlichen Herstellkosten („durchgerechnete Kalkulation“) zurückgegriffen werden soll
  • Definition des Zielkorridors für die Transferpreisgestaltung

Aus den festgelegten Parametern wird dann die IT-Strategie abgeleitet und auf die einzelnen operativen Bestandteile herunter gebrochen.

Phase 2: Gruppenweit einheitliche Prozesse („guidelines“)

Zur Erarbeitung der gruppenweiten Richtlinien (Guidelines) werden Workshops in allen betroffenen Standorten und mit allen relevanten Personen abgehalten. Es ist unerlässlich, die entscheidenden Personen bereits durch Einbeziehung in dieser ersten Projektphase zu überzeugen und zu motivieren („Management buy in“).

Lokales Prozessmapping

Anpassung der zu integrierenden Prozesse an die guidelines:

  • Durchführung lokaler Workshops,
  • Aufnahme der lokalen Fertigungs-, Dienstleistungs- und Administrationsprozesse
  • Definition oder Anpassung der lokalen Stammdatenstrukturen (Kostenstellen, Profit Center, Kostenträger, Projekte etc.)
  • Detaillierte Definition der Anpassungen am Kontenplan,
  • Definition der lokalen Reporting-Anforderungen
  • Erstellen einer landes- und unternehmensspezifischen Dokumentation

Phase 3: Implementierung

In der abschließenden Phase, der Implementierung ist es unerlässlich, dass die operativen Abläufe des Konzerns die Basis für die Gestaltung des Implementierungsvorgehens bilden.

Planung

So ist beispielsweise der Planungszyklus (strategische und operative Planung) zu berücksichtigen. Konkret kann dies bedeuten, dass die Planung für das kommende Geschäftsjahr bereits vor dem eigentlichen Starttermin in dem neuen Controllingsystem durchgeführt werden muss.

Um einen vorgezogen (Planungs)Start durchführen zu können, muss das notwendige lokale Customizing abgeschlossen sein und die planungsrelevanten Prozesse wie z.B. die Kalkulation voll funktionsfähig und durch den Kunden abgenommen sein.

Länderspezifisches Detailkonzept

Hierzu muss als Basis unbedingt ein länderspezifisches Detailkonzept erarbeitet werden, welches sämtliche Spezifika erfasst. Zu nennen sind hier insbesondere gesetzlich vorgeschriebene Buchungen, die unmittelbare Konsequenzen auf den Kontenplan und bestimmte Abwicklungsprozesse haben (z.B. die Buchung von Währungsdifferenzen, die Abwicklung von Bestellungen und den anschließenden Wareneingängen).

Datenmigration

In die Phase der operativen Umsetzung fällt ebenso die Konzeption und Durchführung der Datenmigration. Entscheidende Rahmenparameter sind der Starttermin (zu Jahresbeginn oder unterjährig) sowie die Entscheidung welche historischen Daten übernommen werden sollen (keine, eine oder mehrere Vorperioden).

Darüber hinaus ist festzulegen, ob die Daten lediglich auf Kontenebene oder verteilt auf die neuen Strukturen übernommen werden sollen. Vor dem Hintergrund der Testatsfähigkeit eines Jahresabschlusses, der auf den migrierten Daten basiert ist es unerlässlich ausreichende Prüfroutinen und zahlreiche Testläufe durchzuführen.

Schulung

Individuelle, praxisorientierte, länderspezifische Schulungen werden vor Ort mit den relevanten Mitarbeitern durchgeführt. Besonders wichtig ist es, dass die Termine der Schulungen zeitnah an den operativen Startterminen liegen, damit das erlernte Wissen nicht wieder verloren geht. Natürlich werden im Rahmen der Schulungen aussagekräftige Unterlagen erstellt, die jederzeit als Nachschlagewerk verwendet werden können.

Anlaufbetreuung

Unser Selbstverständnis ist es, dass die Implementierung erst erfolgreich abgeschlossen ist, wenn die ersten drei Monatsabschlüsse erfolgreich durchgeführt worden sind. Unsere Berater begleiten den Kunden bei allen operativen Problemen und arbeiten aktiv an der Lösung eventuell auftretender Probleme oder Missverständnissen mit. Hierdurch erlangen die verantwortlichen Mitarbeiter eine große Sicherheit und können das in den Schulungen vermittelte Wissen ohne Scheu anwenden.

Begleitendes Coaching

Während sämtlicher Phasen stehen wir als kompetenter Ansprechpartner für das Management, die Controller und die Projektmitglieder zur Verfügung.